21 Gründe, Kraftsport zu betreiben

In den folgenden Absätzen gebe ich dir 21 Gründe, warum Kraftsport so wichtig für uns und unsere Gesundheit ist und welche Veränderungen in unserem Körper durch ihn stattfinden. Denn hinter Kraftsport steckt viel mehr, als einfach nur Gewichte zu stemmen.



Gewichtsmanagement

Einer der Vorteile, für viele der wichtigste, ist der Abbau von überschüssigem Körperfett. Als Anfänger im Kraftsport ist es möglich, dass du Fett abbaust und gleichzeitig Muskulatur aufbaust, weshalb auf der Waage oftmals keine Erfolge zu sehen sind. Dokumentiere deine Fortschritte daher nicht nur mittels Zahlen, sondern halte sie auch in Form von Fotos fest.


  • Erhöhung des Grundumsatzes Fettverbrennung

Je mehr Muskelmasse du hast, desto höher ist auch dein Kalorienbedarf. Das heißt, ein muskulöser Körper verbrennt auch im Ruhezustand mehr Kalorien, da er zum Erhalt der Muskulatur zusätzliche Energie benötigt. Somit werden auch an Tagen ohne Sport mehr Kalorien verbrannt.


Aus diesem Grund kann dir Kraftsport auch dabei helfen, überschüssige Kilos einfacher loszuwerden. Zusätzlich hilft er dir dabei, dein Gewicht auch nach einer Diät beizubehalten und nicht dem sogenannten Jo-Jo-Effekt zum Opfer zu fallen.


  • Kalorienverbrauch während der Trainingseinheit

Der Körper hat während dem Sport einen erhöhten Energiebedarf, um die gewünschte Leistung zu erbringen. Je intensiver das Training, desto höher fällt auch der Kalorienverbrauch aus. Je nach Intensität verbrennst du im Krafttraining zwischen 300 und 600 Kalorien pro Stunde.


  • Kalorienverbrauch nach der Trainingseinheit (Nachbrenneffekt)

Für eine bestimmte Zeit nach dem Sport erhöht sich der Grundumsatz, also der Energieverbrauch in Ruhe, da die Stoffwechselaktivität im Körper erhöht ist. Man spricht dabei vom sogenannten Nachbrenneffekt (EPOC - Excess post-exercise oxygen consumption; Deutsch: erhöhter Sauerstoffverbrauch nach dem Sport). Wie hoch dieser ausfällt ist von verschiedenen Faktoren wie zum Beispiel der Trainingsdauer, -intensität und Stresslevel im Training abhängig.



Gesundheitsprävention

Betreffend deiner Gesundheit und vor allem auch Gesundheitsvorsorge, kann Kraftsport in deinem Körper viel bewirken:


  • Erhöhung der Knochendichte und Osteoporose-Vorbeugung

Durch Krafttraining baust du nicht nur Muskeln auf, sondern erhöhst gleichzeitig auch deine Knochendichte. Das ist vor allem für Frauen wichtig. Im Alter von 25 bis 30 Jahren ist die maximale Knochendichte (peak bone mass) erreicht. Danach kommt es zu einem langsamen, aber stetigen Knochenabbau, welcher ebenfalls durch Krafttraining verlangsamt werden kann.


Vor allem Frauen ab 60 Jahre sind stark gefährdet an Osteoporose, auch als Knochenschwund bekannt, zu erkranken. Der Knochen ist dabei dünner und poröser und somit anfälliger für Frakturen (Knochenbrüche).


Regelmäßiges Krafttraining mit viel Gewicht und wenigen Wiederholungen in jungen Jahren hilft dir dabei, eine möglichst hohe Knochendichte zu erreichen. Danach trägt schweres Training dazu bei, dass der Knochenabbau langsamer voranschreitet. Zusätzlich sollte man auch auf die Ernährung, insbesondere auf eine ausreichende Calcium-Zufuhr, achten.


  • Rückenbeschwerden vorbeugen und lindern

Eine starke Rückenmuskulatur kann so manche Rückenprobleme (z.B. Bandscheibenvorfall) verhindern. Denn diese hilft uns dabei eine bessere und gesündere Körperhaltung einzunehmen, die Wirbelsäule zu entlasten, sowie die Bandscheiben zu stabilisieren.


Auch ist Bewegung wichtig, um den Stoffwechsel der Bandscheiben zu fördern. Denn diese nehmen bei Entlastung frische Nährstoffe auf und geben bei Belastung verbrauchte Nährflüssigkeit wieder ab.


  • Verbesserung der Körperhaltung

Eine kräftige Rücken-, Bauch und Rumpfmuskulatur hilft dabei, eine bessere Körperhaltung einzunehmen und somit Folgeschäden einer schlechten Körperhaltung zu verhindern.


  • Ausgleich von muskulären Dysbalancen

Ein starker Rücken benötigt auch eine starke Bauchmuskulatur, damit sich der Körper im Gleichgewicht befindet. Muskuläre Dysbalancen, also z.B. eine schwache Rückenmuskulatur und starke Bauchmuskulatur, können zu Fehlhaltungen wie z.B. einem Rundrücken (Buckel) beitragen. Derartige Dysbalancen können durch gezieltes Krafttraining behoben bzw. verbessert werden.


  • verringertes Diabetes-Risiko

Krafttraining steigert die Glukoseaufnahmefähigkeit und senkt somit das Risiko an Diabetes Typ II zu erkranken.


  • positive Auswirkung auf die Herzgesundheit

Mit regelmäßigem Krafttraining lässt sich das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen senken. Sinnvoll ist es auch, zusätzlich zum Kraftsport, lockeren Ausdauersport (z.B. Radfahren, Walking, Laufen) zu betreiben.


  • Schutz der Sehnen, Bänder und Gelenke

Aufgrund der stabilisierenden Funktion der Muskulatur werden Sehnen, Bänder und Gelenke vor Verletzungen bzw. Überlastungen geschützt. So kann z.B. durch die Stärkung der stabilisierenden Rückenmuskulatur einem Bandscheibenvorfall sowie Haltungsschäden vorgebeugt werden.


Außerdem werden Sehnen, Bänder und Gelenke, so wie auch die Knochen, durch regelmäßige Belastungen kräftiger und widerstandsfähiger.


  • positive Auswirkung auf das Immunsystem

Regelmäßiges Krafttraining stärkt dein Immunsystem. Zu häufiges und zu intensives Training kann allerdings genau das Gegenteil bewirken. Bewegung im richtigen Ausmaß wird deine Abwehrkräfte stärken und dich vor Infekten schützen.


  • Verletzungsvorbeugung

Durch den Aufbau von Muskelmasse, sowie die Erhöhung der Knochendichte und die Stärkung von Sehnen und Bändern, verringerst du dein Verletzungsrisiko und dein Körper wird widerstandsfähiger gegenüber äußeren Einflüssen. Das heißt, wenn du beispielsweise stolperst, so wird dir das ein trainierter Körper leichter verzeihen, als ein untrainierter.


  • altersbedingtem Muskelabbau entgegenwirken

Erwachsene bauen ohne entsprechende Betätigung im Laufe der Jahre Muskulatur ab. Somit verringert sich auch der Grundumsatz und schnell sammeln sich die unbeliebten Fettpölster rund um den Bauch an.


Um diesen Muskelabbau zu stoppen, musst du deinem Körper signalisieren, dass er die Muskulatur benötigt. Das erreichst du durch Krafttraining und dabei kannst du sogar noch zusätzlich Muskelmasse aufbauen und folglich deinen Grundumsatz erhöhen, um fit und schlank zu bleiben bzw. zu werden. Außerdem bleibst du dadurch länger selbständig und Verletzungen durch z.B. Stürze können minimiert werden.


  • Ausgleich zu sitzender Tätigkeit

Vor allem, wenn du in deinem Job stundenlang sitzt, ist gezieltes Krafttraining umso wichtiger. Denn beim Sitzen wird dein Bewegungsapparat kaum beansprucht. Dein Körper baut die nicht verwendete Muskulatur ab, da diese seiner Meinung nach unnötig viel Energie verbraucht. Durch gezieltes Krafttraining wird diesem Abbau entgegengewirkt und Muskeln, Sehnen und Bänder werden gestärkt.



Auswirkungen auf Gehirn, Psyche und Nerven

Nicht nur unser Körper, nein auch unser Geist profitiert vom Krafttraining:


  • Auswirkungen auf die Hirngesundheit

Durch die Muskelarbeit im Krafttraining steigt die regionale Gehirndurchblutung an. Kombiniert mit Koordinationstraining schulst du gleichzeitig auch noch dein Nervensystem.


  • verbesserte Laune

Aufgrund der Ausschüttung von Glückshormonen während der körperlichen Anstrengung, wirst du dich nach dem Sport besser fühlen. Daher ist (Kraft-)Sport vor allem auch an Tagen sinnvoll, an denen du schlechte gelaunt bist und vielleicht gar keine Lust auf Sport hast. Eine anstrengende Trainingseinheit wird deine Stimmung verbessern und deinen Tag womöglich retten.


  • Stressreduktion

Durch (Kraft-)Sport werden Stresshormone (Cortisol) abgebaut, sowie stressbedingte Symptome wie Verspannungen, Schlafmangel oder Depressionen verringert. Du wirst nach einer Sporteinheit nicht nur besser gelaunt, sondern auch entspannter sein.


  • Selbstbewusstsein stärken

Die äußeren Veränderungen, die du selbst an deinem Körper durch Krafttraining erreichst, beeinflussen dein Selbstbild. Du gehst dadurch automatisch aufrechter und selbstbewusster durch das Leben. Die notwendige Disziplin und Ausdauer stärken zudem deine Persönlichkeit.



weitere positive Auswirkungen


  • mehr Kraft im Alltag

Natürlich ist es motivierend, zu sehen, dass man mehr Gewicht bewegen kann als andere Personen. Ein weiterer noch viel größerer positiver Aspekt ist allerdings, dass man auch in alltäglichen Situationen mehr Kraft hat. So wird das Schleppen von Mineralwasser oder Umzugskartons zum Kinderspiel. Tätigkeiten, bei denen sich andere bereits anstrengen müssen, wirst du mit Leichtigkeit erledigen.


Auch die Kraft, die für andere Sportarten benötigt wird, kannst du mit Krafttraining steigern. So kannst du beispielsweise deine Beinmuskulatur gezielt trainieren, um beim Laufen einen kräftigeren Abstoß und somit einen effektiveren Laufstil zu erreichen.


  • Steigerung der Attraktivität

Krafttraining in Kombination mit der richtigen Ernährung bringt deinen Körper in Form. Die Muskulatur, die du dadurch aufbaust, lässt deine Haut straff aussehen und du wirst auch weniger Probleme mit Cellulite haben. Du wirst dich selbst in deiner Haut wohl fühlen und das strahlst du auch aus, was dich wiederum für andere Personen attraktiver macht.


AN ALLE FRAUEN:

Hab keine Angst vor zu vielen bzw. zu großen Muskeln - du wirst durch schweres Krafttraining nicht männlicher aussehen!


  • mehr Respekt

Ein durchtrainierter Körper verschafft dir mehr Respekt. Denn fast jeder weiß, dass ein solcher Körper hart erarbeitet wurde und dafür viel Disziplin und Ehrgeiz notwendig sind.



Betreibst du bereits Kraftsport?

Falls nein, hoffe ich, dass ich dich mit diesen 21 Gründen nun überzeugen konnte, damit zu beginnen.


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